Der NAF: Das Gegenstück zum BIF für den Agglomerationsverkehr und die Nationalstrassen

Medienkonferenz der LITRA zum NAF-Abstimmungskampf im Januar 2017 Medienkonferenz der LITRA zum NAF-Abstimmungskampf im Januar 2017

Medienkonferenz der LITRA zum NAF-Abstimmungskampf im Januar 2017

Der NAF ist das Gegenstück zur Vorlage FABI, die 2014 vom Stimmvolk deutlich angenommen wurde (vgl Nachbarbox). Mit ihm werden die Nationalstrassen seit Anfang 2018 über einen Fonds finanziert.

Der NAF ist aber keine reine Strassenvorlage: Mit dem NAF sind auch die Bundesbeiträge an Projekte der Agglomerationsprogramme gesichert. Dazu gehören zu einem grossen Teil öV-Projekte, weil sie ein sehr gutes Kosten-Nutzen-Verhältnis haben. Besonders in dicht besiedelten Agglomerationen ist der öV die effizienteste Form der Verkehrsbewältigung. Und der öffentliche Verkehr auf der Strasse hat eine sehr wichtige Rolle. Dazu LITRA-Präsident und Nationalrat Martin Candinas : «Rund zwei Drittel der Fahrten im öffentlichen Verkehr finden auf der Strasse, also mit Trams, Trolleybussen und Autobussen statt. Die gesicherte und unbefristete Finanzierung der Strasseninfrastruktur mitsamt Agglomerationsprogrammen ist aus Sicht öV unverzichtbar.»

Der NAF sichert nachhaltig ein leistungsfähiges und attraktives Strassenverkehrsnetz. Davon profitieren der öV ebenso wie die Wirtschaft: Der gut funktionierende öffentliche Verkehr ist ein wichtiger Standortvorteil der Schweiz.

Der Bundesrat hat am 14. September 2018 die Botschaft zur 3. Generation der Agglomerationsprogramme verabschiedet. Im ersten Halbjahr 2019 befindet das Parlament über die Verpflichtungskredite. Welche Projekte die Agglomerationsprogramme enthalten, erfahren Sie auf der Seite des Bundesamts für Raumentwicklung. Der Städteverband hat zudem die Wirkung der Agglomerationsprogramme in einem Bericht evaluiert.

Die LITRA hat sich bereits früh für den NAF eingesetzt und Anforderungen für einen Strassen- und Agglomerationsverkehrsfonds definiert. Zusammen mit den Kantonen und Partnerverbänden hat sich die LITRA für eine tragfähige Lösung eingesetzt.

Hier sehen Sie eine Positionierung der LITRA zu den Vorschlägen des Bundesrats und die Antwort der LITRA auf die Vernehmlassungsvorlage.

Vor der Abstimmung vom 12. Februar 2017 hat die LITRA zusammen mit dem VöV, BernMobil, PostAuto und den Verkehrsbetrieben Luzern die Öffentlichkeit über die Vorteile des NAF für den öV informiert. «Mit dem NAF können sowohl wichtige Bus- und Tramprojekte wie auch der Langsamverkehr weiterhin gezielt über die Agglomerationsprogramme gefördert werden», sagte VöV-Direktor Ueli Stückelberger.» Vertreter von BernMobil, PostAuto und den Verkehrsbetrieben Luzern stellten ihrerseits Projekte vor, die Teil der bisherigen Agglomerationsprogramme sind. Diese zeigten anschaulich die Wirkungen der Massnahmen: einfachere Umsteigebeziehungen an attraktiven Haltestellen, direktere Busverbindungen, ein höherer Modalsplit für den öffentlichen Verkehr und eine grössere Kundenzufriedenheit.

Mit 62% wurde der NAF von der Stimmbevölkerung am 12. Februar 2017 an der Urne angenommen. Die LITRA und der Verband öffentlicher Verkehr (VöV) zeigten sich sehr erfreut über das Ja. Die Strasseninfrastruktur erhält damit eine langfristige Finanzierungsgrundlage. Der NAF ist auch ein wichtiges Instrument für die weitere Mitfinanzierung von Projekten des Agglomerationsverkehrs – denn zwei Drittel aller Fahrten des öffentlichen Verkehrs finden auf der Strasse statt.

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