Die Klimaerwärmung beschäftigt die Schweizer Bevölkerung stark. Diesen Herbst befasst sich das Parlament erneut mit dem neuen CO2-Gesetz. Die LITRA und der Verband öffentlicher Verkehr (VöV) wollen, dass die Gelegenheit genutzt wird, um den Verkehr klimafreundlicher zu gestalten.

Der Anteil des öffentlichen Verkehrs am CO2-Ausstoss des Gesamtverkehrs beträgt nur 4 Prozent. Eine Bahnreise verursacht 27 Mal weniger CO2 als eine vergleichbare Fahrt im Auto und benötigt sechs Mal weniger Energie. Der öffentliche Verkehr hat also eine starke Hebelwirkung, wenn es darum geht, den Gesamtverkehr klimafreundlicher zu gestalten. Vier Massnahmen sollen den öV nachhaltig stärken:

Modalsplit und Auslastung erhöhen

Eine Steigerung des Modalsplits zugunsten des öV ist Teil der Lösung. Die Verkehrsleistungen im öV sind in den letzten 20 Jahren stark gewachsen. Doch der öV-Anteil am Gesamtverkehr stagniert. Folgende Massnahmen tragen dazu bei, die Verlagerung zu fördern und die Klimaziele und die Ziele der Energiestrategie zu erreichen:

  • Steigerung der Attraktivität des öV
  • verbesserte Koordination zwischen Raum- und Verkehrsplanung
  • höhere Auslastung des öV ausserhalb der Spitzenzeiten, z.B. mit Anreizen wie Sparbilletten

Die Energieeffizienz steigern und klimaneutrale Antriebssysteme fördern

Im Rahmen der VöV-Energiestrategie hat sich die öV-Branche verpflichtet, bis 2050 die Energieeffizienz um 30 Prozent zu steigern. Dank Umstellung von fossilen Verbrennungsmotoren auf klimaneutrale Antriebssysteme im Strassen-öV wie auch der Dieselloks soll der öV seinen Beitrag zur Senkung der CO2-Emissionen in der Schweiz leisten. Die Schweizer Bahnunternehmen speisen zudem ab 2025 ausschliesslich Strom in ihr Netz, der aus erneuerbaren Quellen wie Wasserkraft kommt.

Die Schweiz als Vorreiterin positionieren

Die Schweiz soll bei der Umsetzung der Klimaziele eine Vorreiterrolle einnehmen. Dies geht nicht auf Kosten der Wirtschaft, sondern ist als eine Chance für den Arbeitsplatz Schweiz und die Lebensqualität zu sehen.

CO2-Abgabe für alle Verkehrsträger

Ohne eine griffige CO2-Abgabe auf Treibstoffen können die Klimaziele nicht erreicht werden. Dabei muss nicht nur der Landverkehr, sondern auch der Luftverkehr einen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele leisten. Da die Bahn den internationalen Personenverkehr als Alternative zum Kurzstreckenflug ausbaut und dieser auch künftig auszubauen ist, bestehen zu Kurzflügen valable Alternativen.

Auskünfte erteilen:

  • Martin Candinas, Präsident LITRA, 078 841 66 86
  • Ueli Stückelberger, Direktor VöV, 079 613 77 01

Bildnachweis: bls

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